Lehrtätigkeit

In den letzten Jahren habe ich mich mit den Herausforderungen von Schauspieler*innen und Performer*innen in den darstellenden und performativen Künsten beschäftigt. Relevant werden dabei Fragen nach der Autorschaft, nach der eigenen Haltung gegenüber dem Thema, das innerhalb der Produktion verhandelt werden soll sowie nach der individuellen und kollektiven Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess. Daran schließen sich Fragen nach adäquaten Formaten von Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungsprozessen an. Beispielsweise erfordern Stück- und Projektentwicklungen komplexe Gestaltungsarbeiten und bestenfalls auch die Bereitschaft zu mehr Verantwortungsübernahme. Hier wird von den künstlerischen Akteur*innen ein Reifegrad verlangt, der nicht ausschließlich an ihrem Handwerk gemessen wird, sondern an ihrer Persönlichkeit und Haltung innerhalb ihrer Arbeit.

Daran anzuknüpfen sind ausbildungsrelevante Fragen wie: Wer entscheidet, wie sich die Persönlichkeit einer Künstler*in zu entwickeln hat? Wer entscheidet, wann sich diese Entwicklung zu vollziehen hat? Meinem Verständnis nach ist dies ausschließlich eine Entscheidung des betreffenden Menschen selbst. Denn wir befinden uns hier im Bereich der Persönlichkeitsentfaltung und nicht mehr dem des Kompetenzerwerbs, wie der Vermittlung von z.B. Schauspieltechniken – auch wenn diese ebenfalls an den individuellen Voraussetzungen anknüpfen.

Mit meinen Ausbildungsansatz verbinde ich mein Wissen als Dozentin, Dramaturgin und Systemischer Coach und leiste damit einen Beitrag, dass Ausbildungsstätten in den darstellenden und performativen Künsten Orte der Persönlichkeits- und Potentialentfaltung werden.